Sportabzeichen-Termine 2021

Training und Abnahme der Diziplinen Leichtathletik findet auf dem Gelände des Turnerbund Wilferdingen statt.
Jahnstraße 6
75196 Remchingen

Training montagabends von 18.30 Uhr bis 19.25 Uhr.
(Termine : 6. + 13. + 20.September, nicht bei Regen)
Abnahmetermin: Samstag, 2.Oktober, 14 Uhr

Radfahren (Disziplin Ausdauer 20km und Schnelligkeit 200m)
Abnahmetermin: Sonntag, 19.September, 9 Uhr
Treffpunkt: Im Eschele (Kreuzung B10/ Eichwaldweg)
Fahrstrecke: Gefahren wird 2 Mal die Strecke Wilferdingen, Nöttingen, Ellmendingen (20km), auf der sonntags gesperrten Landstraße.

Die Teilnahme ist an keine Vereinsmitgliedschaft gebunden.
Nur wer keine Corona-Symptome hat, kann teil nehmen!
Fürs Fahrradfahren besteht Helmpflicht.
Für beide Abnahmetermine ist vorab eine Anmeldung erforderlich.

Anmeldung per Email: edwin-mueller@gmx.de

Stand: 3.09.21

40 Jahre Lauftreff im TBW (10) Mitteilungsblatt KW 23/21

In neun Folgen dieser Serie hatte ich versucht, die Entwicklung des Laufsports in Deutschland und der Region ab etwa Mitte der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts und die 40 Jahre des TBW-Lauftreffs darzustellen.

Auf manches konnte nicht bzw. nur am Rande eingegangen werden. Ich denke dabei z.B. an die Lauftreff-„Unterabteilung Walking“, die mit Höhen und Tiefen ebenfalls viele Jahre aktiv war. Es hätten im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Teilnahme an Laufveranstaltungen auch die Ultraläufe wie den Fidelas-Nachtlauf (80 km als Einzelläufer oder Staffel), den Swiss Alpine Marathon (78,5 km) oder den Rennsteiglauf (73,9 km) näher genannt werden können. Auch den Seitenblick auf die anderen Remchinger Vereine mit langjährigen Aktivitäten im Ausdauersport (vor allem der Ski-Club Remchingen, der TRT Remchingen, der TV Nöttingen und der CVJM Wilferdingen), habe ich in die Betrachtung nicht mit einbezogen. Verweisen will ich  nur kurz an dieser Stelle aber doch auf die gemeinsame Teilnahme am Volkslauf des SV Langensteinbach. Über lange Jahre traten dort die Läuferinnen und Läufer aus unserer Gemeinde als LG Remchingen an. Diese Tradition endete leider mit dem Lauf 2013. Eine Wiederbelebung, ob beim Volkslauf in Langensteinbach oder sonst wo, wäre wünschenswert.

Es war mir möglich, den Lauftreff über die gesamten vierzig Jahre selbst aktiv zu begleiten. Nur geringfügig weniger „Dienstjahre“ hat Jochen Schoberth in den Beinen, der Mitte der achtziger Jahre zum Lauftreff stieß. Zu nennen ist auf jeden Fall aber auch Edwin Müller, der zwar erst im mittleren Lebensalter zum Laufsport kam, seitdem aber zum eifrigsten Wettkampfteilnehmer des Lauftreffs wurde. In einigen hundert Wettkämpfen, seien es nun „normale“ Volksläufe oder Meisterschaften auf Kreis- und Landesebene, konnte Edwin zahlreiche Siege in seiner Altersklasse erringen. Seit einigen Jahren ist Edwin auch der Leiter des TBW-Lauftreffs.

Es berichtet sich natürlich leichter über die Beteiligung an Laufwettbewerben, als über die Teilnahme an den regelmäßigen TBW-Lauftreffs. Über die über die Jahre unzähligen Läuferinnen und Läufer, die nur „zum Spaß“ und aus gesundheitlichen Gründen, diesen schönen Sport ausgeübt haben, wurde nur wenig geschrieben. Stellvertretend für alle anderen, soll an dieser Stelle nun aber doch unsere Ursula Cherubin genannt werden, die schon über viele Jahre dem Lauftreff die Treue hält.

Und wie ist nun die Situation im Laufsport heute? Gejoggt wird allerorten. Allerdings mehr allein und in Zweiergruppe, ganz wie es die Corona-Vorgaben der letzten Monate verlangen. Der organisierte Laufsport (Lauftreffs und Laufveranstaltungen) tut sich etwas schwerer, auch wegen der Corona-Einschränkungen, aber nicht nur. So stagnieren z.B. in vielen Lauftreffs die Anzahl der Teilnehmer und  Laufveranstaltungen. Auch solche mit langer Tradition, werden nicht mehr durchgeführt. Als Beispiele aus jüngerer Zeit können hier z.B. die nicht mehr stattfindenden Volksläufe in Kämpfelbach und Straubenhardt-Conweiler erwähnt werden.

Es ist daher umso erfreulicher, dass auch in Remchingen vom TV Nöttingen und vom TRT Remchingen weiterhin Langlaufverantaltungen angeboten werden. Und erst dieser Tage wurde vom VfV Pfinzweiler bekannt, dass man im Juni den 1. Straubenhardter Pfinzquellenlauf durchführen wird. Der Laufsport lebt in unserer Region also weiter, und sicher auch beim TBW.
Gerhard Zachmann

1.Ranntallauf 2014 des TVN. Wir waren mit 14 Läufern und 2 Walkern die teilnehmerstärkste Gruppe und gewannen den Sonderpreis. Max Daub war mit 80 Jahren der älteste Teilnehmer beim 10km-Lauf. Der Lauf wurde auch als Kreismeisterschaft gewertet. 10 Platzierungen unter den ersten drei der AKs und 6 Kreismeister-Titel.Bild

Traditionelle Teilnahme am Silvesterlauf 2017 in Waldbronn. Auch dieser Lauf ist leider 2019 und 2020 ausgefallen. Dabei gehen die Läufer und Walker gemeinsam an den Start.

Sein größter Erfolg hatte Edwin im März 2020 bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Sindelfingen. In der AK M70 waren es 12 Läufer, aus 6 Bundesländern. Der Boden war schlammig, aber er kam gut damit zurecht. Platz 2 (AK M70), lediglich ein 2 Jahre jüngerer Läufer aus Bayern war vor ihm.

Ein Dank an Gerhard Zachmann für sein Archiv über die 40 Jahre und die 10 Berichte zu „40 Jahre Lauftreff im TBW“. Doch wie sehen die nächsten Jahre aus? Die übrig gebliebenen Teilnehmer – der Altersschnitt über 60 – wünschen sich, dass jüngere Freizeitsportler mal zum Lauftreff kommen. Unsere Lauftreffzeiten, mittwochs 18.30 Uhr und samstags 17 Uhr, sind so gelegt, dass auch berufstätige daran teilnehmen können. Gerade jetzt im Frühsommer ist die beste Zeit, mit Ausdauersport zu beginnen.
Edwin Müller – Lauftreffleiter

40 Jahre Lauftreff im TBW (9) Mitteilungsblatt KW 21/21

Nachdem die sechs Jahre Schlossbadlauf im Jahr 2001 ziemlich überraschend keine Fortsetzung fanden, wollten wir unsere neue Position als Veranstalter von Laufveranstaltungen dann doch nicht so sang- und klanglos zu Ende gehen lassen. Der harte Kern des Lauftreffs plädierte daher für eine Fortsetzung im Jahr 2002, dann allerdings mit einer veränderten Konzeption. Es war uns klar, dass wir den zuvor betriebenen Aufwand künftig nicht leisten konnten bzw. wollten. Die wesentlichen Veränderungen betrafen die Rückkehr von Start und Ziel von der Kulturhalle zu unserer vereinseigenen Halle in der Jahnstraße. Statt der Streckenführung durch verschiedene Wohnstraßen von Wilferdingen, wurde nun eine Laufstrecke ins Ranntal, mit Wende bei der großen Eiche, konzipiert. Folgerichtig wurde aus dem Schlossbadlauf jetzt der Ranntal-Lauf.

Beibehalten wurden aber die schon zuvor angebotenen Disziplinen, die neben dem „Klassiker“ über 10 Kilometer, auch noch aus dem Lauf über 5 Kilometer, Walking über die gleiche Distanz sowie Kinder- und Jugendläufen auf der Laufbahn unserer Sportanlage bestanden.

Auch die Kleinsten waren immer dabei. So wie hier beim Bambini-Lauf 2009

Wichtig war uns auch, dass nicht das Streben nach immer mehr Klasse (Spitzenathleten und Bestzeiten) und Masse (ständige Steigerung der Teilnehmerzahlen) im Vordergrund stehen sollte. Vielmehr verstanden wir unsere Laufveranstaltung im Wesentlichen als Angebot an die Laufbegeisterten unserer Region. Unsere „Marketing“-Aktivitäten richteten sich daher in den gesamten zwölf Jahren Ranntal-Lauf insbesondere an Sporttreibende aus diesem Bereich. Entsprechend kamen die Teilnehmer auch stets zu rd. 90% aus Remchingen und Umgebung, dem Enzkreis und der Stadt Pforzheim.

Der erste Ranntal-Lauf im Jahr 2002 war trotz aller Herausforderungen im organisatorischen Bereich bereits äußerst vielversprechend. Insgesamt konnten wir 305 Teilnehmer begrüßen, davon 174 beim 10-km-Lauf. Der erste Sieger auf der neuen Strecke war Jan Wäsch aus Schefflenztal mit einer Zeit von 32:10 Minuten, den entsprechenden Wettbewerb der Frauen gewann Ulrike Hoeltz von der LSG Karlsruhe.

Auf Initiative von Bernd Elfner vom TV Kieselbronn, der in den Jahren 2001 und 2002 für den TB Wilferdingen bei Laufveranstaltungen am Start war, wurde 2003 eine Cup-Wertung ins Leben gerufen. Bei dieser Wertung wurden Läuferinnen und Läufer berücksichtigt, die an mindestens drei Läufen von vier ausgewählten Laufveranstaltungen des entsprechenden Kalenderjahres (darunter auch unser Ranntal-Lauf) teilgenommen hatten. Dieser neue Wettbewerb führte dazu, dass die Teilnehmerzahl  bei unserem Ranntal-Lauf bereits in jenem Jahr auf insgesamt 408, davon 243 Läuferinnen und Läufer über 10 km, gesteigert werden konnte.

2003 war der Ranntal-Lauf der letzte Lauf des „Volkslauf Cup der Sparkasse Pforzheim Calw“. Gerhard Zachmann (Lauftreffleiter und Organisator der Veranstaltung) und Hr. Aydt (Sparkasse Pforzheim Calw) überreichen die Preise an die Gesamtsieger (v.l.n.r.) Nadine Fromm, Helma Papst (beide Platz 2 Frauen, Gabi Anselment (Platz 1 Frauen) und Sven Wächter (Platz 1 Männer)

Mit diesem Umfang waren das gegebene Läuferpotential der Region sowie unsere räumlichen und personellen Möglichkeiten bereits weitgehend ausgeschöpft. Die Spitzenbeteiligung lag im Jahr 2007 mit insgesamt 414 Teilnehmern (davon 263 beim 10-km-Lauf) genau in diesem Bereich. Sofern die Beteiligung merklich geringer war (z.B. 2008 mit insgesamt 269 Teilnehmern) lag dies am Wetter und / oder an anderen gleichzeitig stattfindenden Laufveranstaltungen. So standen wir z.B. ständig in terminlicher „Konkurrenz“ zum Baden-Marathon in Karlsruhe (Anfang bis Mitte September).

Die bereits genannte Siegerzeit (32:10 Minuten) von Jan Wäsch aus dem Jahr 2002 wurde nur noch im Jahr 2004 durch Jürgen Illg (Team Sport Evolution Illingen) mit 32:08 Minuten übertroffen. Im gleichen Jahr (2007) wurde auch der Streckenrekord bei den Frauen aufgestellt; hier gewann Christine Schleifer vom LV Biet in sehr guten 36:10 Minuten.Erwähnenswert ist auch die Veranstaltung aus dem Jahr 2006. Hier gewann unser TBW-Läufer Jens Köstle in 32:49 Minuten. Siegerin bei den Frauen wurde in diesem Jahr mit 41:00 Minuten Nadine Fromm aus Wilferdingen, die allerdings für die Sport Evolution Illingen am Start war.

Insgesamt konnte sich Markus Nippa vom TV 1834 Pforzheim drei Mal in die Siegerliste eintragen (zuletzt 2013 in 34:21 Minuten); bei den Frauen war Simone Meiniger von der LTG Kämpfelbach ebenso oft auf der Topposition vertreten.

Der letzte Start 2013

Alles hat seine Zeit. 2013 war zu spüren, dass die in den Jahren zuvor in der Laufabteilung gegebene Dynamik etwas nachgelassen hatte. Es war somit die letzte Ausführung dieser erfolgreichen Veranstaltung durch den TB Wilferdingen. Ab 2014 haben jedoch unsere Lauffreunde vom TV Nöttingen den Staffelstab für die Durchführung des Ranntal-Laufs übernommen.  (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (8) Mitteilungsblatt KW 19/21

Den sechs Jahren Schlossbadlauf von 1995 bis 2000 (wir berichteten) und einem Jahr „schöpferischer“ Pause, folgten zwölf Jahre Ranntal-Lauf (2002 – 2013). Vom Ranntal-Lauf soll aber erst in der nächsten Folge die Rede sein. Heute wollen wir in aller Kürze betrachten, was sich in dieser Ranntal-Lauf-Phase sonst noch so im Lauftreff ereignete.
In den sechs Jahren zuvor waren etliche Spitzenläufer aus der Region zum TBW gestoßen. Diese nahmen zwar nicht an den regelmäßigen Übungstreffs (2 x wöchentlich) teil und waren auch sonst kaum am TBW-Vereinsleben beteiligt. Die auswärtigen Läufer errangen unter den Farben des TBW jedoch zahlreiche Siege und Spitzenplatzierungen bei Meisterschaften und sonstigen Laufveranstaltungen. Relativ schnell nach Einstellung des Schlossbadlaufs verließen diese Läufer den Verein aber dann wieder.
Die TBW-Truppe der Läuferinnen und Läufer bestand nahezu nur noch aus Remchingern, was dem Zusammenhalt und dem aktiven Abteilungsgeschehen aber keinesfalls abträglich war. Bei den Laufwettbewerben um die Jahrhundertwende waren als hiesige Läuferinnen und Läufer oft Dieter Müller, als Spezialist für die langen Distanzen (Marathon und darüber), Markus Walch (eher „Kurzstrecke“ = 10 km), Eberhard und Heidrun Liebisch, Max und Helga Daub, Jochen Schoberth, Gerhard Hess, Dieter Eggert, Gabi Engel und zahlreiche weitere Läuferinnen und Läufer zu finden. Edwin Müller fand in dieser Zeit zum Laufsport, bei dem er es bis heute zu zahlreichen Erfolgen brachte.

2006 konnten wir in unserer Gruppe die Wilferdinger Neubürger Jens Köstle und Viola Dilthey begrüßen. Insbesondere Jens Köstle setzte bis zum berufsbedingten Wegzug im Jahr 2011 neue Maßstäbe. Die Läufe in unserer Region wurden von ihm in Serie gewonnen. 2006 erreichte er bei der deutschen Meisterschaft über 10 km auf der Straße die Zeit von 31:43 Minuten, was für den TBW den Vereinsrekord über diese Strecke darstellt. Die Spezialdisziplin von Jens war jedoch der Halbmarathon (21,1 km). Der von ihm 2007 in Karlsruhe aufgestellte Kreisrekord (1:08:51 Std.) wurde bis heute nicht unterboten.
Eine weitere Spitzenleistung von Jens Köstle sollte noch genannt werden. 2006 errang er bei den deutschen Marathonmeisterschaften in München sensationell den vierten Platz. Mit seiner Zeit von 2:26:16 Std. lag er nur knapp hinter dem bereits 1991 in Berlin von Jürgen Rahn aufgestellten, aber auch noch heute gültigen Kreisrekord über 2:25:45 Stunden. Jürgen Rahn, ebenfalls Wilferdinger, war viele Jahre für den TBW auf den Laufstrecken vertreten, beim Rekordlauf jedoch für die LTG Kämpfelbach am Start.

Von links: Angelo Conte, Peter Foemer, Viola Dilthey, Jens Köstle, Jochen Schoberth, Lydia Müller und Gabie Engel

Gleichzeitig mit der Marathonmeisterschaft in München im Jahr 2006 wurde auch ein 10-km-Lauf durchgeführt. Bei diesem errang Viola Dilthey im Feld von 574 Frauen den 7. Platz. Mit ihrer Laufzeit von 42:39 Minuten belegt sie in der vereinsinternen Bestenliste den ersten Platz, äußerst knapp vor Stefanie Oechsle (42:43 Minuten, gelaufen 2011 in Ubstadt-Weiher).

Die Laufgruppe im Jahr 2009

Auch wenn immer wieder von Wettbewerben und Bestzeiten die Rede ist, so waren die regelmäßigen Übungstreffs das zentrale Element der Laufabteilung des TBW. Gerade in der Zeit, über die heute berichtet wird, war eine sehr starke Beteiligung an den Treffs zu verzeichnen. So umfasste die Gruppe vor rund 10 Jahren insgesamt etwa 40 Personen, wobei beim Mittwoch-Lauftreff nicht selten um 25 Läuferinnen und Läufer anwesend waren.  (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (7) Mitteilungsblatt KW 17/21

Nachdem der 1981 gegründete Lauftreff schon mehr als zehn Jahre mit gutem Zuspruch und schönen Erfolgen bestanden hatte, beschäftigten wir uns über längere Zeit mit der Idee der Durchführung einer eigenen großen Laufveranstaltung. 1995 schließlich ergriff Dieter Bauer, der zuvor schon einige Jahre als Läufer im TBW aktiv war, die Initiative und organisierte einen als „Testlauf“ gedachten Volkslauf. „Testlauf“ insofern, als dieser Lauf bei erfolgreicher Durchführung ab 1996 – dies war das Jahr des 100jährigen Jubiläums des TBW – in größerem Rahmen fest im Veranstaltungskalender des TBW verankert werden sollte.
Was dann jedoch bereits beim ersten Lauf hinsichtlich Vorbereitung und Durchführung von Dieter Bauer – unterstützt von weiteren aktiven Läuferinnen und Läufern (Rolf Müller, Bernhard Brommecker, Burgitt Bauer, um nur einige zu nennen) – auf die Beine gestellt wurde, war alles andere als nur ein Testlauf und musste den Vergleich mit bereits etablierten Läufen in keiner Hinsicht scheuen.
Für diesen ersten „Schlossbadlauf“ des TBW über die Distanz von 10 km war eine interessante und schnell zu laufende Streckenführung ausgewählt worden. Der Start erfolgte in der Nöttinger Straße bei der Wette. Über die Mutschelbacher-Straße, die Buchwaldstraße und entlang der Pfinz kam man schließlich zur Wende bei der Kulturhalle. Die Runde war drei Mal zu durchlaufen. Das Ziel war bei der Turnhalle des TBW in der Jahnstraße.

Beim Start 1995: Ganz links der spätere Sieger Raimund Schuster vom LC 80 Pforzheim (33:24 Minuten); in der Mitte die CVJM-Läufer Jürgen Schäfer (Startnummer 362) und Werner Schäfer (361), welche den Lauf in 43:03 Minuten bzw. 43:04 Minuten beendeten.

Der Lauf 1995 wurde vor allem bei den Läuferinnen und Läufern in Remchingen und in der Region beworben. Für den teilnehmerstärksten örtlichen Verein wurde ein besonderer Preis ausgesetzt, den der TV Nöttingen mit 31 (!) Aktiven für sich gewinnen konnte. Außerordentlich stark vertreten waren auch der Skiclub Remchingen mit 21 und der CVJM Wilferdingen mit 10 Zieleinläufen. Insgesamt beteiligten sich an diesem ersten TBW-Volkslauf 219 Läuferinnen und Läufer.
Der „Schlossbadlauf“ wurde sechs Mal durchführt (1995 – 2000). Bereits 1996 wurde – u.a. durch die Hinzunahme von Walking (verantwortlich hierfür war Lydia Müller) und Läufen über 5 km sowie Kinder- und Jugendläufe über verschiedene Distanzen – die Teilnehmerzahl auf 558 mehr als verdoppelt. Von Jahr zu Jahr wurden neue Elemente ins Programm aufgenommen. Beispielsweise wurden – bei grundsätzlicher Beibehaltung der Streckenführung – Start und Ziel zur Kulturhalle verlegt sowie die Strecke amtlich vermessen. Dadurch konnten die gelaufenen Zeiten für die offiziellen Bestenlisten anerkannt werden.
Von Jahr zu Jahr wuchs nicht nur die Teilnehmerzahl, die beteiligten Sportlerinnen und Sportler wurden internationaler und hinsichtlich ihrer Leistung immer hochkarätiger (z.B. deutsche Spitzentriathleten). Im Jahr 2000 war der Schlossbadlauf ein Lauf zur Badischen Volkslaufmeisterschaft. An den verschiedenen Wettbewerben beteiligten sich in diesem Jahr mehr als 800 Aktive.
Ein Nebeneffekt des in Läuferkreisen viel beachteten Schlossbadlauf war, dass zahlreiche Spitzenläufer der Region zum TBW wechselten. Dies wiederum führte dazu, dass der TBW in diesen Jahren eine Vielzahl von Siegen bei Volksläufen und bei Meisterschaften erringen konnte.

Von links die TBW-Läufer Jürgen Rahn, Thomas Murphy, Lothar Bittner und Norbert Siegel nach dem Gewinn der Volkslauf-Mannschaftwertung 1999 in der Masterklasse.

Der Schlossbadlauf fand bei den Teilnehmern, beim Leichtathletikverband und in den Medien hohe Anerkennung. Der von den Organisatoren, insbesondere von Dieter Bauer, zu leistende Aufwand, war jedoch immens und auf Dauer von einem Verein mit der Größe und Struktur des TBW kaum zu leisten. Dies war wohl mit ein Grund, weshalb der für 2001 geplante 7. Schlossbadlauf im Frühjahr jenes Jahres abgesagt wurde.  (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (6) Mitteilungsblatt KW 15/21

Bei der Rückschau auf die 40 Jahre Lauftreff im TBW nehmen die neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts eine besondere Stellung ein, war doch die erste Hälfte dieser Dekade im Wesentlichen gekennzeichnet von einer Konsolidierung des Lauftreffs, während wir 1995 in das „Zeitalter“ der selbst organisierten und durchgeführten Volksläufe eintraten. Über Letzteres wird in der nächsten Folge zu berichten sein.
Unter der Leitung von Albrecht Schmidt, der die Führung des Lauftreffs 1983 übernommen hatte, war die Beteiligung an den zwei Übungsterminen der Woche stets sehr gut. Die Läuferinnen und Läufer waren dabei nahezu ausschließlich aus Wilferdingen und Singen.
Neben dem eigentlichen Lauftreff gab es zahlreiche zusätzliche Aktivitäten. Hierzu zählte unter anderem die Beteiligung an Kreismeisterschaften sowie die Teilnahme an diversen Volksläufen, insbesondere in Baden und der Pfalz. Eine besondere Herausforderung war stets die Badische Volkslaufmeisterschaft, wobei vier Läufen sich jeweils fünf TBW-Läufer der Konkurrenz stellten.

v.l.n.r.: Hermann Reeb, Gerhard Hess, Karl-Heinz Dongus, Rolf Müller und Dieter Bauer im August 1994 nach dem 10-km-Lauf in Nußloch (bei Heidelberg)

Zum Jahresprogramm des Lauftreffs gehörte in der damaligen Zeit auch immer die von der AOK und dem Deutschen Sportbund unterstütze Saisoneröffnung „Trimm-Trab ins Grüne“. Daneben wurden im Rahmen des TBW-Sommerfestes 5000-Meter-Läufe auf der Bahn durchgeführt.
Abgerundet wurde das Ganze durch das gesellige Jahrestreffen mit Partner/innen und ehemaligen Läuferinnen und Läufern. (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (5) Mitteilungsblatt KW 11/21

Die Gründung unseres Lauftreffs im April 1981 stieß auf reges Interesse. Die Teilnahme an den regelmäßigen Treffs an jedem Mittwoch und jedem Samstag war von Beginn an sehr gut. Die Freizeitsportler und -sportlerinnen kamen größtenteils aus Wilferdingen, einige aber auch aus Singen.
Ab 1983 übernahm Albrecht Schmidt die Leitung des Lauftreffs, die er dann mehr als zehn Jahre ausübte. Unter seiner Regie wurde in jedem Frühjahr zur Saisoneröffnung (wobei bei den Läufern eigentlich das ganze Jahr „Saison“ ist) die von der AOK und vom Deutschen Sportbund unterstützte Impulsveranstaltung „Trimm-Trab ins Grüne“ durchgeführt.
Neben den reinen Hobbyläufern hatten wir schon zur damaligen Zeit eine ganze Reihe von leistungsorientierten Athleten, die sich vor allem in Baden und der Pfalz in zahlreichen Wettkämpfen der Konkurrenz stellten. Aus heutiger Sicht ist hervorzuheben, dass dabei von etlichen Läufern aus unserer Gemeinde regionale Spitzenleistungen erbracht wurden. Auf der Standardstrecke über 10.000 Meter wurden regelmäßig Zeiten zwischen 35 und 38 Minuten gelaufen, teilweise noch besser. In den Ergebnislisten aus der ersten Hälfte der achtziger Jahre tauchten häufig die Namen von Achim Dittler, Karl-Heinz Dongus, Antonio Monaco, Rolf Müller, Jürgen Rahn, Hermann Reeb, Günter Schäfer, Philipp Schäfer, Albrecht Schmidt, Wolfgang Trautz, Manfred Wendland und Gerhard Zachmann auf.
Rückblickend könnte man für die achtziger Jahre in Bezug auf die erzielten Leistungen wie vormals der Fußballtrainer Berti Vogts formulieren: „Die Spitze war damals breiter als heute“, und dies nicht nur für unsere Gemeinde, sondern für die ganze Region. Als Beleg hierfür kann auch der Kreisrekord im Marathonlauf in der Mannschaftswertung genannt werden. Beim Badenmarathon 1984 in Karlsruhe liefen Hermann Reeb (2:38:10 Std.), Wolfgang Trautz (2.38:37 Std.) und Rolf Müller (2:52,01 Std.) die Gesamtzeit von 8:07:53 Stunden. Dieser Kreisrekord bedeutete eine Steigerung der vormaligen Rekordmarke um 12 Minuten und wurde bis heute nicht übertroffen!

v.l.n.r: Hermann Reeb, Rolf Müller und Wolfgang Trautz nach ihrem Rekordlauf
Noch vor den neunziger Jahren stießen weitere gute und erfolgreiche Läuferinnen und Läufer zu den Athleten des TBW, z.B. Dieter Eggert, Horst Großmann, Gerhard Hess, Joachim Schoberth, Renate Händler und Christa Lubiewski, um nur einige zu nennen.
Ein weiterer Schwerpunkt unserer ambitionierten Läufer war damals auch die Teilnahme an der jährlich in mehreren 10.000-Meter-Läufen ausgetragenen Badischen Mannschaftmeisterschaft. (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40Jahre Lauftreff im TBW (4) Mitteilungsblatt KW 09/21

Nachdem gegen Ende der Siebzigerjahre des letzten Jahrhunderts einige Wilferdinger zum Langstreckenlauf gefunden hatten, war die Zeit reif für die Gründung eines hiesigen Lauftreffs. Eigentlich war der Startschuss schon für das Jahr 1980 geplant, was sich zunächst aber nicht in die Tat umsetzen ließ. Einerseits hielt sich die Begeisterung über die neue Gruppe bei einigen TB-Vorstandsmitgliedern etwas in Grenzen, was zu ersten Kontakten der Laufbegeisterten zu einem anderen örtlichen Sportverein führte. Zum andern war die für den regelmäßigen Übungsbetrieb vorgesehene Laufstrecke durch das Wiesengelände im Anschluss an die Anlage des Fischervereins in einem für die Sportausübung wenig geeigneten Zustand. Dass der Lauftreff letztlich doch beim TBW angesiedelt wurde, war dann nicht zuletzt dem damaligen Oberturnwart Horst Granget und stellvertretenden Vorstand Günter Schäfer, selbst bereits aktiver Läufer, zu verdanken.
Am 21. April 1981 war es aber dann doch soweit. Auf unsere Einladung hatten sich zum Auftakt gleich rund 50 Interessierte eingefunden. In verschiedenen Gruppen, aufgeteilt nach persönlicher Fitness und Lauferfahrung, ging es in moderatem Tempo ins Gelände.

Die Gruppe der Laufanfänger beim 1.Lauftreff am 21.04.1981 (Original-Bild aus Zeitungsbericht)


Das Konzept des Lauftreffs war, entsprechend der Empfehlungen des Deutschen Sportbundes, von Anfang an klar und eindeutig; gelaufen wird in der Regel in Gruppen ohne Überforderung einzelner Teilnehmer. Ziel ist, dass die Teilnehmer in relativ kurzer Zeit Übungseinheiten von rund einer Stunde ohne körperliche Probleme absolvieren können. Ein Maßstab für die richtige Belastung ist, dass sich der Läufer/die Läuferin während des Laufs mit ihren Trainingspartnern unterhalten können.
Basis des Lauftreffs waren immer die Treffen am Mittwoch und Samstag jeder Woche. Darüber hinaus stellten sich etliche Läuferinnen und Läufer auch immer wieder der sportlichen Herausforderung bei Volksläufen und den vom Deutschen Leichtathletikverband und dessen Gliederungen durchgeführten Meisterschaften. Über die „Leistungsorientierten“ wird in den nächsten Ausgaben noch zu berichten sein.
Im Lauftreff selbst sollte der Zugang für Einsteiger stets „niederschwellig“ sein. Dies kommt auch zum Ausdruck in dem vom Deutschen Sportbund vorgeschlagenen Motto bei der Gründung des Lauftreffs („Laufen ohne zu schnaufen“). Auch die in den darauffolgenden Jahren jeweils zu Beginn der Laufsaison im zeitigen Frühjahr ausgegebene Devise „Trimm-Trab ins Grüne“ ging in diese Richtung. (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (3) Mitteilungsblatt KW 07/21

Als sich Mitte der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in Deutschland die Anfänge des Langstreckenlaufs bemerkbar machten, verging bis zur Gründung des ersten deutschen Lauftreffs zwar noch ein Jahrzehnt (1974 in Darmstadt), aber auch in und um Wilferdingen fand dieser Sport bald einige engagierte Anhänger. Im heutigen Artikel soll vom bisher erfolgreichsten Remchinger Läufer die Rede sein. “Remchinger” insofern, als dieser Läufer in Wilferdingen aufgewachsen ist und seine sportlichen Wurzeln beim TB Wilferdingen liegen.
Zu berichten ist hier von Hans Gulyas (von Foto-Gulyas) der 1964 im Alter von 15 Jahren zu den Turnern des TBW kam. Er fand jedoch weniger Gefallen an den Geräten, sondern zunächst am traditionellen Mannschaftssport der Turner, dem Prellballspiel, das damals beim TB Wilferdingen noch im regelmäßigen Übungs- und Wettkampfbetrieb ausgeführt wurde. Prellball war für Hans Gulyas allerdings auch nur eine Durchgangsstation zu den ersten Laufversuchen auf der früheren 166-Meter-Bahn des TBW.
Zu diesem Zeitpunkt war Hans bereits vom “Langstreckenvirus” infiziert und hatte für den TBW erfolgreich an den ersten Volksläufen der Region teilgenommen. Auf seinen Trainingsläufen, z.B. im Buchwald oder abends mal kurz von Wilferdingen nach Durlach und zurück, wurde er damals noch als “Exote” bestaunt. Über einen Kollegen bei seiner Pforzheimer Lehrfirma fand Hans Gulyas den Weg zum ältesten badischen Turnverein, dem TV 1834 Pforzheim.
Die Leistungssteigerungen von Hans Gulyas verliefen geradezu atemberaubend. Hatte er 1970 bei seinem ersten Marathonlauf (42,195 km) noch die gute Zeit von 3:19 Stunden erreicht, so lief er bereits 1972 über diese Distanz schier unglaubliche 2:24 Stunden. Erreicht wurde die Entwicklung durch den unbändigen Ehrgeiz von Hans, aber auch die deutlich verbesserten Trainingsbedingungen in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und einer fordernden Trainingsgruppe in der Leichtathletikabteilung des KSC.

Links Hans, mit der Start-Nr. 1600, beim Start des Schwarzwald-Marathons 1973, welcher er in der Zeit von 2:27:16 Stunden gewann.
Gegen Mitte der siebziger Jahre hatte sich Hans Gulyas endgültig in die Spitzengruppe der deutschen Langstreckler vorgearbeitet. Um beim Beispiel Marathonlauf zu bleiben, seinen schnellsten Marathon ist Hans in den Farben der „SG Siemens Karlsruhe“ als Vierter bei den Deutschen Meisterschaften 1977  Berlin gelaufen: 2:16:56 Stunden! 
Wettkämpfe hat Hans im Laufe seiner Sportkarriere auf allen Strecken zwischen 100 Metern und 100 Kilometern bestritten. Aus Platzgründen ist es an dieser Stelle nicht möglich, alle Distanzen zu aufzuführen, auf denen Hans Gulyas mit Spitzenzeiten unterwegs war. Um nur einiges zu nennen, er war mehrmaliger Sieger der 80 km von Karlsruhe, mehrmals Sieger beim Schwarzwaldmarathon, 10.000 Meter-Bestzeit von 29:37,8 Minuten und 5.000 Meter in 14:17,0 Minuten.
Um sein BWL-Studium an der FHW in Pforzheim zu finanzieren, hatte Hans Gulyas schon 1973 einen Sportartikelhandel gegründet. Sein 1977 eröffnetes Ladengeschäft, das er zusammen mit seiner Frau in Karlsruhe führte, hat Hans im vorletzten Jahr aus Altersgründen geschlossen.
Mit Hans Gulyas bin ich noch regelmäßig in Kontakt. Mit Interesse verfolgt er weiterhin das Geschehen beim TBW, dem Verein, wo vor vielen Jahren seine Laufbahn als Pionier der Langstrecke begann. (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann

40 Jahre Lauftreff im TBW (2) Mitteilungsblatt KW 05/21

Als 1974 in Darmstadt der erste Lauftreff in Deutschland gegründet wurde und in den darauffolgenden Jahren derartige Treffs bundesweit wie die Pilze aus dem Boden schossen, lagen die Anfänge des Langlaufs als Breitensportart in Deutschland eigentlich schon rund zehn Jahre zurück. Begonnen hatte alles im Oktober 1963 in Bobingen (bei Augsburg), wo der “1. Internationale Volkslauf mit Marschprüfung“ durchgeführt wurde. Pate standen die so genannten “Wehrläufe” der Schweiz, die von den Bobinger Initiatoren um die Idee des “Volkslauf für Jedermann” erweitert wurde. Der Hauptlauf der Bobinger Veranstaltung war der “Wald- und Feldlauf für Herren von 18 bis 45 Jahren”.
Die neue Idee fand bald im ganzen Land zahlreiche Nachahmer. In den ersten Jahren wurden diese Veranstaltungen durchweg für Läufer und Marschierer bzw. Wanderer angeboten, wobei die “echten” Läufer zunächst deutlich in der Minderheit blieben. Dies lässt sich sehr schön am “1. Pforzheimer Volksmarsch und -Lauf”, der am 15. April 1967 stattfand, demonstrieren.
An diesem Samstag im April 1967 startete am Turnplatz in Pforzheim eine illustre Truppe von insgesamt 974 Personen auf die rund 12,5 Kilometer lange Strecke über den Kupferhammer hinauf zum Erzkopf und zurück zum Sportclub-Platz im Würmtal. Die Pforzheimer Zeitung wusste danach zu berichten: “Boten die 174 (!) Läufer, unter denen die Dietlingerin Elfriede Rapp die einzige (!!!) weibliche Teilnehmerin war, mit ihren bunten Trikots noch ein einigermaßen geschlossenes Bild, so waren der Vorstellungskraft der Marschierer hinsichtlich der Ausstaffierung keine Grenzen gesetzt.” In dem Bericht war dann von Kniebundhosen, Rucksack, Stock und jungen Burschen, die wie weiland (= früher) die Handwerksburschen über Land zogen, die Rede.

Stempeluhr zur Dokumentation der Laufzeit auf den Startkarten bei den ersten Volksläufen

Bereits 1968 begann auch in Büchenbronn mit einem “Volkslauf und Marsch” eine langjährige Volkslauf-Tradition. Ab 1970 veranstaltete der TB Königsbach einen “Volkslauf-Marsch” über 10 km, zu welchem neben dem Wandern (ohne Zeitmessung) und dem Lauf auch das Wettkampfgehen gehörte, welches man heutzutage eigentlich nur noch im Fernsehen bei großen Sportveranstaltungen wie den Olympischen Spielen und nationalen bzw. internationalen Meisterschaften sieht.
Die “Volksläufe” sind gekommen, um zu bleiben. Sieht man mal vom vergangenen Corona-Jahr ab, so werden in Deutschland jährlich mehrere tausend Volkslaufveranstaltungen durchgeführt, wobei Strecken über 5 km, der “Klassiker” 10 km und bis zu Marathon (42,195 km) gelaufen werden. Die Volksläufe charakterisieren sich dadurch, dass es sich dabei um Läufe außerhalb von Stadien handelt, die für alle Sportlerinnen und Sportler ohne Qualifikationsvoraussetzungen und auch ohne Vereinszugehörigkeit offen sind.
Die Anzahl der Teilnehmer an Volksläufen geht von gelegentlich unter hundert Läuferinnen und Läufern bis zu den großen Stadtmarathons, wo der Berlin-Marathon mit über 40.000 Teilnehmern deutlich an der Spitze liegt. (wird fortgesetzt)
Gerhard Zachmann